Wenn Schülerinnen, Lehrer oder andere Angestellte hier an der Schule Hunger haben, ist Frau Dreher mit ihrem Kiosk immer für sie da. Seit 30 Jahren leitet Frau Dreher unseren Schulkiosk mit Leidenschaft und Freude, doch ihre Karriere als Selbstständige begann schon lange vor dieser Arbeit in der Schule.
Ursprünglich hatte Frau Dreher eine Ausbildung zur Bankkauffrau vollendet und eine Zeit lang bei American Express in Frankfurt gearbeitet. Nach ihrer Arbeit in der Bank beschloss sie einen Gemüseladen in Nieder-Roden zu eröffnen, jedoch musste sie diesen Laden schließen. Nach einiger Zeit bekam sie die Anfrage des ehemaligen Schulleiters der GOS, Dr. Ruths, den damaligen Kiosk zu übernehmen. Diese Anfrage nahm sie an. Lange Zeit betrieb sie den Kiosk, eine kurze Zeit auch mit einer Freundin, die aber wenig später aufhörte.
Ihre Backwaren bekommt Frau Dreher von nachhaltigen Bäckereien, die sie unterstützt und denen sie vertraut. In ihrem Kiosk ist sie schon immer hygienisch vorgegangen, dies bestätigte das Gesundheitsamt schon mehrmals. Die Arbeit im Kiosk bereitete ihr schon immer sehr viel Spaß, auch wegen dem lieben Kontakt zu SchülerInnen. Frau Dreher beobachtete über die Jahre zahlreiche SchülerInnen, wie sie ihren Weg an der Schule gingen und unterstützte einige von ihnen auch nach eigener Aussage. Schüler*innen durften unter anderem bei ihr arbeiten und so kostenlos essen und einige auch bei ihr lernen. Leider haben manche der Schülerinnen das Vertrauen ihrerseits nicht wertgeschätzt und haben Einnahmen entwendet.
In den letzten Jahren jedoch wurde die Nachfrage am Kiosk immer geringer. Die naheliegenden Geschäfte, wie Edeka und der Stern Döner, ziehen immer mehr der SchülerInnen an. Da Frau Dreher den Kiosk selbstständig ohne Zuschüsse der Schule betreibt, und dazu natürlich noch die Pacht des Kiosks kommt, wurden die finanziellen Mittel immer knapper. Deshalb können die Nachfragen bezüglich der Einführung der Kartenzahlung nicht erfüllt werden. Da sie alle finanzielle Vorgänge dokumentieren bzw. anmelden muss und dadurch noch mehr Profit verloren geht, ist dies leider nicht möglich.
Frau Dreher wird uns noch eine Weile begleiten, bevor sie in naher Zukunft unsere Schule verlässt. Solange sie uns noch mit ihren Leckereien beglückt, braucht sie immer noch fleissige HelferInnen, die sich bei ihr melden können. Trotz Höhen und Tiefen hat sie die Zeit an der Schule, mit ihrem Kiosk und Imbiss genossen.
