Zu Beginn unseres Ausflugs nach Gießen waren wir in der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen. Vorgestellt wurde die Uni von der Studentin Monique. Die THM hat in Gießen circa 46 Studiengänge, aus welchen man auswählen kann. An einer Technischen Hochschule sind die Studiengänge im Vergleich zu einer regulären Universität praxisorientierter, so gibt es beispielsweise eine eigene Werkstatt, in welcher Studierende verschiedener Studiengänge miteinander ein Motorrad bauen, welches anschließend in Rennen gegen andere Hochschulen antritt. Bei einem solchen Projekt ist für fast jeden Studiengang etwas dabei, berichtet uns ein weiterer Studierender, so können die Maschinenbauer das Motorrad bauen, wofür sie lediglich Bremsanlage und Motor gestellt bekommen, den Rest müssen sie sich selbst besorgen. Informatiker können hingegen beispielsweise ein Programm erstellen, mit welchem ausgetestet wird, was man noch optimieren kann. Im Anschluss daran waren wir zu Besuch beim Hochschulsport, wobei dieser ein eigenes Fitnessstudio auf dem Unigelände in Kooperation mit der Justus-Liebig- Universität hat, der Hochschulsport bietet in Gießen aber auch verschiedene andere Sportarten an, in welchen man ebenfalls in Wettkämpfen gegen andere Hochschulen antreten kann, von Ballsportarten bis Reiten. Monique hat uns auch Tipps für die erste Studienwoche gegeben, so kann man beispielsweise an einer Kneipentour teilnehmen, hierbei findet man sehr gut neue Freunde. Insgesamt ist die THM Gießen aufgrund ihrer Größe eine eher persönliche Uni und die Professoren kennen einen und können die Studierenden besser unterstützen. Nachdem die Besichtigung der Uni beendet war, ging es zunächst für uns als Gruppe in Richtung Stadtmitte. Auf dem Weg wurde uns schnell bewusst, was für eine Universitätsstadt Gießen zu sein scheint: Gebäude der zweitältesten Volluniversität von Hessen, der Justus-Liebig-Universität, begegneten uns schon sobald wir eine Straße überquert haben auf dem Weg in die Stadt. Neben den vielen eindrucksvollen Gebäuden, die alle zu der zweitältesten hessischen Hochschule gehören, waren wir auch von einer großen Vielfalt an Natur umgeben, was uns vorgestellt wurde als der eigene botanische Garten der Universität. Dieser wurde 1609 von dem Landgrafen Ludwig von Hessen-Darmstadt gegründet. Zudem gehört er zu den ältesten Universitätsgärten Deutschlands. Jedoch wurde er durch Kriege zerstört und musste nach dem 2. Weltkrieg wieder neu errichtet werden. Besonders auffällig war nicht nur der fließende Übergang zwischen der THM und der Justus-Liebig-Universität oder die in die Stadt eingegliederten, eindrucksvollen Gebäude, sondern auch die zahlreichen Kunstinstellationen, die wir bestaunen durften. Die bunten, großen Dinosaurier waren sehr interessant. Später kamen wir auch an dem Zeughausbereich vorbei, das als Theaterlabor für Theaterwissenschaften genutzt wird. Die beiden Universitäten sind fest in der Stadt eingegliedert und Gebäude mit Aufschriften der beiden Universitäten machten immer wieder darauf aufmerksam. Auf dem Marktplatz gab es zufällig die Möglichkeit an einem Graffiti-Angebot teilzunehmen. Rund um das Thema Meinungsfreiheit konnten Passanten mit wasserlöslicher Kreidefarbe den Gießener Boden bemalen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Der darauf folgende Weihnachtsmarkt in Gießen ist sehr schön gestaltet und befindet sich im Herzen der Stadt und verteilt sich über die gesamte Innenstadt. Dadurch kann man einen besonders schönen Rundweg laufen und dabei viele verschiedene Bereiche entdecken. Ein Highlight ist das nostalgische Kinderkarussell, das vor allem bei Familien sehr beliebt ist. An den zahlreichen Ständen werden viele unterschiedliche Produkte angeboten. Überall gibt es etwas zu essen und zu trinken, von klassischen Weihnachtsleckereien bis hin zu warmen Getränken. Außerdem findet man einige Stände mit Geschenken, Handwerk und liebevoll gestalteten Kleinigkeiten. Insgesamt herrscht eine gemütliche und festliche Stimmung und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, sodass sich ein Besuch des Weihnachtsmarkts in Gießen auf jeden Fall lohnt. Nachdem wir den Tag über viele neue Eindrücke an der THM gesammelt und Gießen bei einem kleinen Rundgang näher kennengelernt hatten, führte uns unser Weg zum Abschluss unseres Ausflugs in das Miller Haus, ein beliebtes All-you-can-eat-and-drink Restaurant in der Gießener Innenstadt. Schon beim Betreten fiel die freundliche Atmosphäre auf: ein riesiger Raum mit einem Buffet, das sofort neugierig machte. Die Auswahl an Speisen war beachtenswert und bot für jeden Geschmack das Richtige. Besonders beliebt war der asiatische Bereich mit einer Vielzahl an Gerichten, darunter frisch zubereitetes Sushi, gebratene Nudeln und unterschiedliche Gemüse- und Fleischvariationen. Aber auch diejenigen, die es weniger exotisch mochten, kamen auf ihre Kosten: Das Buffet bot zudem klassische Gerichte wie Chicken Nuggets, Pommes oder verschiedene Salate, sodass wirklich jeder fündig wurde. Die Qualität der Speisen überzeugte. Alles wirkte frisch angerichtet und wurde regelmäßig nachgefüllt, sodass zu keinem Zeitpunkt etwas fehlte. Viele nutzten die Gelegenheit, unterschiedliche Gerichte zu probieren und sich durch das vielfältige Angebot zu testen. Besonders positiv fiel auf, dass alle satt wurden und mit ihrem Essen zufrieden waren – ein wichtiger Punkt bei einem gemeinsamen Ausflug. Während wir aßen, herrschte eine fröhliche Stimmung. Der Tag, der zuvor voller neuer Informationen und Eindrücke gewesen war, bot reichlich Gesprächsstoff. So tauschten wir uns über unsere Highlights aus, lachten über gemeinsame Erlebnisse und genossen das Zusammensein außerhalb des Schulalltags. Rückblickend war das Essen im Miller Haus ein perfekter Abschluss eines gelungenen Ausflugs. Es bot nicht nur gutes Essen, sondern auch einen gemütlichen Rahmen, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Dieses abschließende Beisammensein rundete unseren Ausflug harmonisch ab, sodass wir sogar eine Stunde länger vor Ort blieben, wie es eigentlich vorgesehen war.

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